Aktuelles von Sonnenwirbel

Wie schon im Jahr 2016 beginne ich meinen Jahresrückblick 2017 wieder mit einem Bild der Fotografin Alexandra Schubert. Diesmal handelt es sich um meinen Wildkräutersalat mit Wassermelone.
Wie schon im Jahr 2016 beginne ich meinen Jahresrückblick 2017 wieder mit einem Bild der Fotografin Alexandra Schubert. Diesmal handelt es sich um meinen Wildkräutersalat mit Wassermelone.

Wieder mal was Neues - das Sonnenwirbel-Jahr 2017

 

Nachdem ich selbst nun schon ziemlich alt und grau bin, war 2017 die Zeit für - nein, keine Schönheits-OP - sondern für neue Horizonte!

Die zeitintensivste "Horizontentwicklung" bestand in der Absolvierung des TEH-Kurses an der Arnika-Akademie Teuschnitz. Meine MitstreiterInnen und ich waren die DebütantInnen der Ausbildung in der Traditionellen Europäischen Heilkunde in Teuschnitz. Inzwischen läuft schon erfolgreich der zweite Ausbildungsgang in der immer bekannter werdenden Arnika-Akademie mit ihrem modernen Kräutergarten. Die TEH-Ausbildung fußt auf den jahrelangen Erfahrungsschatz der TEH-Akademie in Unken/Österreich und ihrer Begründerin Dr. Karin Buchart, die auch durch ihre Heilpflanzenartikel aus dem Servus-Magazin und ihre Bücher bekannt ist.

Im Herbst 2018 beginnt ein neuer TEH-Ausbildungsgang in Teuschnitz, Anmeldungen werden schon entgegengenommen. Wer sich etwas mehr darüber informieren möchte, klickt einfach die entsprechenden grünen Links im Text an.

Solltet Ihr Euch für meine TEH-Projektarbeit (Das vegane TEH-Sommer-Buffet zum Wohlfühlen) interessieren, zu der auch das obige Bild entstand, so klickt zur Sonnenwirbel-Rezept-Seite.

 

TEH-Praktikerinnen beim Fachsimpeln und bei der Herstellung eines Kräutersalzes im Rahmen einer Ausbildungs-Exkursion nach Österreich zum Unteregg's Kräutergartl.
TEH-Praktikerinnen beim Fachsimpeln und bei der Herstellung eines Kräutersalzes im Rahmen einer Ausbildungs-Exkursion nach Österreich zum Unteregg's Kräutergartl.

Ein gutes TEH-Symbolbild für die gelungene Verbindung zwischen dem alten Heilwissen der Generationen vor uns und den neuen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Phytotherapie ist mir im Frühjahr in meinem Garten geglückt: Ein altes Schneckenhaus geht mit dem neuen Blatttrieb einer Tulpe eine Verbindung ein und "wächst" empor.

 

Gelungene Symbiose von Altem und Neuem!
Gelungene Symbiose von Altem und Neuem!

Alles neu macht nicht nur der Mai, wie den Waldmeister im Bild unten zu sehen, sondern auch der März. Denn hier tauchten erstmalig Fasane in unserem Garten auf und das Männchen "erfreute" uns regelmäßig mit seinen äußerst "melodischen" Balzrufen und wir freuten uns schon auf putzigen Nachwuchs. Richtig traurig wurden wir aber, als wir nach einiger Zeit bemerkten, dass wir unseren stolzierenden Macho-Fasan nicht mehr hörten. Er und seine zwei Damen blieben leider verschwunden! Wir hoffen, dass sie nicht umgekommen sind, sondern nur ausgewandert sind und er jemand anders mit seinen Rufen beglückt (mögen das Fasanenweibchen wirklich oder verdrehen sie heimlich die Augen?). Auf jeden Fall ist es um unsere Wiesenbrüter sehr schlecht bestellt - wann saht Ihr das letzte Mal zum Beispiel Rebhühner?

Ein gutes Jahr war es jedenfalls für die Erdkröten im Wald meines Mannes, durch den ein Bach fließt und im Nachbargrundstück in eine Teichanlage mündet. Im zweiten Bild unterhalb seht Ihr ein Krötenpärchen beim Vorspiel, welches doch recht anstrengend für das Weibchen ist und zu einem außerst entrückten Ausdruck beim Männchen führt.

 

Meine Tochter Hanna beim Waldmeister sammeln. Dazwischen sind auch ein paar Waldsauerklee-blättchen und -blüten zu erkennen - auch sehr lecker zum Essen!
Meine Tochter Hanna beim Waldmeister sammeln. Dazwischen sind auch ein paar Waldsauerklee-blättchen und -blüten zu erkennen - auch sehr lecker zum Essen!

Entrücktes Krötenglück oben - stoische Geduld unten!
Entrücktes Krötenglück oben - stoische Geduld unten!

Neue Besen kehren gut - diese Redewendung passt auf unseren neuen Pavillon, der sich inzwischen auf den Märkten gut bewährt hat. Allerdings blieben wir im Gegensatz zum letzten Jahr meist vor Regen und starkem Wind verschont.

Erstmalig besuchten wir das Saatgutfest Fichtelgebirge im Volkskundlichen Gerätemuseum Arzberg/Bergnersreuth. Auch 2018 findet es wieder statt und zwar am 4. März. Ein Besuch ist sehr lohnenswert, schon aufgrund des Angebots an regionalen Sämereien und Produkten, wegen des eigentlichen Museums und des wunderbaren Lupinenkaffees. Auch bei schlechtem Wetter empfiehlt sich ein Besuch, denn fast die gesamte Veranstaltung findet innen statt.

Stefanie Kober, die Veranstalterin der Rosenmesse auf der Festung in Kronach, ging heuer auch einen neuen Weg mit dem Messekonzept für uns Kräuterfachleute. Sie ließ eine wunderschöne Tafel aufbauen, an der man bei von mir gekochter Kürbissuppe oder einem Wildkräutersalat von Heike von der Wehd aus der Kräuterburg Sonneberg gut speisen konnte. Rund um die überdachte Tafel waren die Stände von Heike, Barbara Proske, der Arnika-Akademie und von uns aufgebaut. Außerdem gab es ein Küchenzelt, in dem auch Koch- und Backvorführungen von Heike, Barbara und mir stattfanden. Das Ganze wurde noch durch kleine Wildkräuterführungen ergänzt.

Barbara Proske ist übrigens die stv. Küchenleitung vom bekannten Seminarzentrum Benediktushof in Holzkirchen/Unterfanken und hat 2017 ein neues, einzigartiges Rezeptbuch mit dem Thema "Süßes Backen - mit Wildfrüchten, Kräutern aus Wald, Wiese und Garten, sowie Gewürzen" geschrieben.

Neu war auch unsere erstmalige Teilnahme an Weihnachtsmärkten. Vertreten waren wir bei den stimmungsvollen Märkten in Döbra und Stockheim. Aufgrund des mangelnden Umsatzes und meinen nicht funktionierenden Heizsohlen bleibt uns nur das Fazit: Zukünftige Weihnachtsmärkte höchstens noch in kuschlig warmen Innenräumen!

 

Unser belagertes Angebot an Naturbüchern für Kinder im neuen Sonnenwirbel-Pavillon, nebst äußerst freundlichem Verkaufspersonal.
Unser belagertes Angebot an Naturbüchern für Kinder im neuen Sonnenwirbel-Pavillon, nebst äußerst freundlichem Verkaufspersonal.

Fleißige Samenbomben-Produktion an unserem Sonnnewirbel-Stand im Gerätemuseum Bergnersreuth im Fichtelgebirge - keine Kinderarbeit ;-)
Fleißige Samenbomben-Produktion an unserem Sonnnewirbel-Stand im Gerätemuseum Bergnersreuth im Fichtelgebirge - keine Kinderarbeit ;-)

Kritisch beäugte Kochvorführung bei der Rosenmesse. Es gab in veganem Kichererbsenteig ausgebackene Brennnesselblätter.
Kritisch beäugte Kochvorführung bei der Rosenmesse. Es gab in veganem Kichererbsenteig ausgebackene Brennnesselblätter.

Zwei frostige Gesellen auf der Stockheimer Bergmännischen Weihnacht.
Zwei frostige Gesellen auf der Stockheimer Bergmännischen Weihnacht.

Nach den vielen Marktbildern nun unsere neue Produktlinie, wegen der unser Pavillon schon fast nicht mehr ausreicht. Muss ich mich deshalb etwa von einem Teil meines Bücherangebots trennen? Niemals!

Aber weg von Büchern - natürlich nur im übertragenen Sinne - zu den neuen Holzunikaten meines Mannes. Der Erfolg damit ist durchschlagend und wegen der immer neue Anregungen seitens von Freundinnen (danke Ulrike für die Idee zu den Haargabeln und Evelin zu den Holzringen) ist Martin oft am Tüfteln und Werkeln. Klickt doch mal auf diese Seite und Ihr erhaltet einen Einblick in sein Schaffen und seine Produkte.

 

Holzbildnis, bildender Künstler, ein Bild von einem Mann - entscheidet selbst! Der Rahmen ist jedenfalls aus Buchenholz vom Innenleben unserer alten Couch.
Holzbildnis, bildender Künstler, ein Bild von einem Mann - entscheidet selbst! Der Rahmen ist jedenfalls aus Buchenholz vom Innenleben unserer alten Couch.

Neue Einblicke erhielten auch die MitarbeiterInnen der Gemeinde Weißenbrunn im Rahmen ihrer Gesundheitstage in der Arnika-Akademie Teuschnitz. Während sie sich nachmittags mit Holger Schramm bei einem Gesundheitsspaziergang mit Entspannungsübungen vergnügen durften, war vormittags bei mir in der Lehr- und Schauküche der Akademie harte Arbeit angesagt. Die Bauhof-Mitarbeiter zauberten eine "Tierliebe Leberwurst", ein scharf gewürztes Zwiebelmett auf der Basis von Reiswaffeln und andere vegane Brotaufstriche, der Bürgermeister versuchte sich an der Herstellung eines Apfel-Quitten-Crumbles und erzielte dabei ein sehr gutes Ergebnis und die fleißigen Frauen aus der Verwaltung kochten routiniert eine Vogelbeer-Kürbissuppe und einen Rosa Krautsalat.

Ich muss gestehen, dass ich schon etwas Bammel vor dem Kurs hatte, da ich befürchtete, der ein oder andere Mann könnte sich nach dem Essen doch noch eine Wurstsemmel beim Metzger holen. Aber die Angst war unbegründet - alle ließen sich ohne Murren (auf jeden Fall ohne auffälliges Murren ;-)) auf das vegane Experiment ein, arbeiteten gekonnt mit und aßen dann auch mit Appetit. Und auch mir hat es sehr viel Freude bereitet - noch nie war die Küche bei einem meiner Kochkurse so voll! Danke an Heike Erhardt von der Gemeinde Weißenbrunn, die das Ganze eingefädelt hat.

 

Die Lehr- und Schauküche der Arnika-Akademie gefüllt mit vegan kochenden Menschen - ich bin stolz!
Die Lehr- und Schauküche der Arnika-Akademie gefüllt mit vegan kochenden Menschen - ich bin stolz!

Neu ist es zwar nicht, dass ich in unserem Garten von Beginn an ohne Torf arbeite. Neu ist nur das entsprechende Schild (siehe unten) und die Eintragung auf der Torffrei-Gärtnern-Internetseite des NABU hierfür. Noch ist unser Garten der einzige im Landkreis Kronach, doch ich nehme an, dass viele von Euch auf torffreie Blumenerden setzen, nur noch nichts von dieser Aktion gehört haben. Man muss sich nur mit ein paar Angaben auf der NABU-Webseite anmelden, am besten mit einem Bild vom Garten und bekommt dann das Schild und Infomaterial kostenlos zugesandt. Natürlich freut sich der Naturschutzverband auch über eine Spende. Wer sich noch keine Gedanken über das torffreie Gärtnern gemacht hat, sollte Folgendes wissen:

  • Beim Torfabbau werden große Mengen von Treibhausgasen freigesetzt und beschleunigen so den Klimawandel (ja, Mr. Blondtolle, den gibt es wirklich!). Moore bedecken zwar nur 3% der globalen Landfläche, speichern aber 30% des terrestrischen Kohlenstoffs. Das bedeutet: Eine ein Meter dicke Torfschicht enthält soviel Kohlenstoff wie die sechsfache Fläche an 100-jährigen Wäldern!
  • Fast alle Moore in Deutschland sind bereits zerstört, auch durch den Torfabbau. Doch der Abbau geht weiter. Große Mengen Torf importieren wir außerdem aus anderen Ländern, vor allem aus dem Baltikum. So werden auch dort Moorlandschaften vernichtet. 40% der Torfprodukte in Deutschland werden übrigens in privaten Gärten verwendet.
Torffrei ins Jahr 2018 - wer geht mit?
Torffrei ins Jahr 2018 - wer geht mit?

2017 ist nun vorbei und wir schreiben das neue Jahr 2018. Obwohl ich grundsätzlich ein Optimist bin, sehe ich doch eher mit Sorge in die Zukunft, denn ich bin eben auch ein Realist. Und die derzeitige Weltlage birgt nicht viel Anlass zu Hoffnung. Viele weltpolitische Entscheidungsträger lassen doch sehr zu wünschen übrig und setzen auf Nationalegoismus, anstatt die wirklich wichtigen weltumspannenden Probleme auch nur im Ansatz anzugehen. Lasst uns deshalb im Kleinen beginnen - torffrei gärtnern, vegan leben, plastikfrei einkaufen (werde ich wohl nie schaffen!), auf das Auto verzichten (klappt bei mir auch noch nicht) und und und. Es gibt so viele gute Projekte und Initiativen, die auf unsere Mitarbeit hoffen - also, lieber anpacken statt jammern. Deshalb wünsche ich Euch (und mir) viel Energie, Schaffenskraft, die dafür nötige Gesundheit und viel Humor, um die Miesepeter zu ertragen.

Zum Abschluss eine dicken Blumenstrauß als Dank an meine KundInnen und MitstreiterInnen:

 

Zum Abschluss meines Jahresrückblicks 2017 wieder ein Bild von Alexandra Schubert mit einem Gute-Laune-Blumenstrauß aus meinem Garten.
Zum Abschluss meines Jahresrückblicks 2017 wieder ein Bild von Alexandra Schubert mit einem Gute-Laune-Blumenstrauß aus meinem Garten.